Hellmitzheim | Gelebte fränkische Tradition, ehrenamtliches Engagement und kulinarische Klassiker prägen unser Kirchweihfest.
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Abseits der Großstädte…
…feiert nahezu jedes fränkisch Dorf seine eigene, individuelle „Kerm“ (Kirchweihfest). So auch bei uns in Hellmitzheim – immer am Sonntag nach „Michaeli“.
Ein zentrales Thema war in diesem Jahr die erfolgreiche Weitergabe alter Bräuche an die jüngere Generation durch ein starkes Engagement der Kerwaburschen und einer Schar von Helfern aus der ganzen Dorfgemeinschaft … und darüber hinaus.
Lebendiges Brauchtum mit neuen Kräften

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Nachdem am Samstag zur „Hellmsermer Kerm“ feierlich der geschmückte Kirchweihbaum aufgestellt wurde gehört am Kirchweihsonntag traditionell der Umzug der Burschen, der auch heuer wieder eine ganze Menge Zuschauer an die Straßen lockte. Und diesmal gab es eine Prämiere: Erstmals halfen und organisierten auch „Hellmsermer Kirchweih-Mädli“ tatkräftig mit. Eine Bemerkung zur diesjährigen Vorbereitung und Aufbau der Kirchweihwagen lies dabei aufhorchen:
Niemand musste heuer noch am Kirchweih-Samstag Hand anlegen: Wir waren tatsächlich schon Mitte der Woche mit dem Aufbau der Kirchweihwagen fix und fertig!
Für die Musik beim Umzug sorgten die Kirchweihmusiker vom Posaunenchor Hellmitzheim.
Auferstehungskerm mit Kirchweih-Mädels
Der Titel der Kirchweihzeitung 2o26 lautete:
„Die Wiederauferstehung – oder – Wie die Mädels zu den Burschen kamen!“
Und dies erkannte man am Kirchweihsonntag auch beim traditionellen Umzug durchs Dorf. Es war aber nur ein Punkt – was die „Realität“ in den vergangenen Monaten noch an Kuriosem vorgebracht hat, erlebten die zahlreichen Besucherinnen und Besucher des Umzugs live vor Ort noch einmal nach.
GlaubensbeKERNtnis
22 Jahre lang lebte und wirkte die Pfarrfamilie Kern um Pfarrerin Christine in Hellmitzheim. Die ganze Familie war und ist immer auch eng mit und in die Kirchweihfeierlichkeiten eingebunden. Als Abschiedsgruß widmeten die Mädels und Burschen der Familie einen schön geschmückten Wagen …

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… und texteten ein ganz besonderes „GlaubensbeKERNtnis“, welches man auch in der aktuellen Ausgabe der Kirchweihzeitung nachlesen konnte. Hier ein paar Zeilen daraus:
… Und die Pfarrerin, ja man glaubt es kaum, verheiratet einen sogar zum Böhmischen Traum!
Oder wars am End doch die Vogelwiese, woscht, find erscht mol a Pfarrerin wie DIESE!
Wenn´s um den Kerwa-Gottesdienst ging, hat kenner prodesdiert,
was besonderes ist: Alle von uns wurden von Dir konfirmiert!
Ob Jung, ob alt, in Hellmsa warst Du wirklich für alle da,
dass Du die weltbeste Pfarrerin bist, ist hier werkli allen klar!
Net g´schimpft is elobt gnuch … sacht der Franke,
mir Burschen und Mädels sagen trotzdem von Herzen DANKE!
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Den vollständigen Text sowie weitere Gedichte in Reimform mit Kuriositäten seit der letztjährigen Kirchweih wurden in weiteren Themenwägen präsentiert sowie in der eigens kreierten Kirchweihzeitung zum Nachlesen veröffentlicht.
Als der Tross dann wieder am Kirchweihbaum ankam, wiederholten Jan Götz und Miriam Schmidt die Texte abwechselnd in einer Kirchweihpredigt. Und am Schluss spielten die Hellmsermer Kirchweihmusikanten um Sebastian Schneider – hoch zu Wagen – noch die „Vogelwiese“, das Frankenlied und natürlich auch den „Böhmischen Traum“.
Impressionen / Fotostrecke vom Kirchweihumzug 2o26:










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Fotos: (c)Stefan Löb & Harald Heinritz
