„Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung“

Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft…!“: Als einer von nur drei Orten in Bayern wurde Hellmitzheim mit einer Goldmedaille ausgezeichnet, die Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber bei einer Feier in den Veitshöchheimer Mainfrankensälen persönlich überreichte.

Beim Besuch der Jury zum Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft…“ im Juni diesen Jahres konnte man meinen, dass der ganze Ort auf den Beinen war. An diesem Tag strahlt die Sonne vom weiß-blauen Himmel, und dieses Strahlen wirkt bis heute fort. Darum war es auch nicht verwunderlich, dass sich am vergangenen Samstag 60 Hellmitzheimerinnen und Hellmitzheimer auf den Weg zur Feierstunde nach Veitshöchheim machten um gemeinsam die Auszeichnung „Bayerisches Golddorf“ in Empfang zu nehmen.

„Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung“, kommentierte Ludwig Weigand, Stadtteilreferent von Hellmitzheim und stellvertretender Bürgermeister von Iphofen, die Würdigung in einem Statement gegenüber dem Bayerischen Rundfunk.

Doch von Anfang an:

Eine 18-köpfige Bewertungskommission mit Fachleuten aus Verbänden, Institutionen und Kommunen hatte die 15 Siegerdörfer aus allen Regierungsbezirken im Sommer 2018 begutachtet. Insgesamt hatten sich am 26. Wettbewerb, der 2016 startete und alle drei Jahre stattfindet, 237 Dörfer aus dem ganzen Freistaat beteiligt. In mehr als 50 Jahren nahmen bereits über 27.000 bayerische Dörfer daran teil.

 

Medaillen für Bayerns zukunftsfähigsten Dörfer

Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber hat nun am vergangenen Samstag im unterfränkischen Veitshöchheim die diesjährigen Gewinner des Landeswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ ausgezeichnet. Mit je einer Goldmedaillen wurden gekürt:

Gestratz im Landkreis Lindau – Schwaben https://www.vg-argental.de/news/index.php?rubrik=1&ebene=23589 

Niederwinkling im Landkreis Straubing-Bogen – Niederbayern https://www.niederwinkling.de/

sowie der Iphöfer Stadtteil Hellmitzheim (Franken). Die drei Orte vertreten Bayern im nächsten Jahr auf Bundesebene.

Fünf Dörfer erhielten eine Silbermedaille, sieben weitere Orte Bronze. Darüber hinaus wurden noch fünf Sonderpreise an Asten (Stadt Tittmoning, Kreis Traunstein), Harsdorf (Kreis Kulmbach), Heidelheim (Große Kreisstadt Selb, Kreis Wunsiedel), Lam (Kreis Cham) und Moos (Kreis Deggendorf) verliehen.

 

Lobende Worte

In einer Laudatio lobte die Ministerin den Einsatz der Menschen in allen teilnehmenden Dörfern: „Der Einsatz aktiver Dorfgemeinschaften trägt maßgeblich dazu bei, ein lebenswertes Umfeld auf dem Land zu schaffen und die soziale und strukturelle Entwicklung in den Dörfern zu fördern“. Laut Kaniber ist dieser Wettbewerb, der zum ersten Mal 1961 stattfand, mittlerweile „die bedeutendste Bürgerinitiative Bayerns“. Das Engagement der Teilnehmer sei eine wertvolle Investition in die Attraktivität der ländlichen Räume.

Und was zeichnet Hellmitzheim aus?

An Hellmitzheim lobten die Juroren das generationsübergreifende Freizeitangebot und ehrenamtliche Engagement sowie die Bereitschaft zur konzeptionellen Planung und deren Umsetzung. Hervorgehoben wurde die herausragende ökologische und farbliche Konzeption sowie die für alle Generationen erlebbare Ökologie wie „Flatterhaus“ mit Fledermäusen und Hutewaldweg mit Fränkischem Gelbvieh und Rotwild, gepaart mit einer vielfältig genutzten Landschaft mit Gipsabbau, Landwirtschaft und Waldbau.

 

Wohlfühldorf in Wohlfühllandschaft

In der Einleitung im Abschlussbericht zum 26. Landesentscheid bemerkt das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten:

„Hellmitzheim, ein fränkisches Wohlfühldorf in einer Wohlfühllandschaft. Umgeben von Wäldern und Wiesen ist es dort wundervoll zu leben – das finden nicht nur die Einwohner des Dorfes, sondern auch andere Lebewesen, wie Fledermäuse. Mit dem „Flatterhaus“ und vielen weiteren vorbildlichen Projekten wird Hellmitzheim von Regionalität und Authentizität geprägt – und ist somit ein Golddorf.“

Ein aktueller Bericht zur Abschlussfeier im 26. Landesentscheid findet sich auf der Homepage der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau http://www.dorfwettbewerb.bayern.de/

Der ausführliche Abschlussbericht mit Ausführungen zu den Entwicklungskonzepten und wirtschaftlichen Initiativen, soziale und kulturelle Aktivitäten, Baugestaltung und Bauentwicklung, Grüngestaltung im Ort sowie die Landschaft „drum´rum“ wird hier auf hellmitzheim.de in den nächsten Tagen veröffentlicht.

 

Impressionen von der Preisverleihung in Veitshöchheim vom 24. November 2018 (alle Fotos Harald Heinritz)