Ein dickes Lob für die Dorfgemeinschaft

Ein dickes Lob für die Dorfgemeinschaft

Hellmitzheim und Großbardorf werden zu Bezirkssiegern gekürt

„Landleben mit Zusammenhalt“, so titelte die Main-Post den Bezirksentscheid zum Dorfwettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft – Unser Dorf soll schöner werden“. In Waigolshausen (Landkreis Schweinfurt) wurden bei einer Abschlussfeier die insgesamt 12 teilnehmenden Dörfer aus Unterfranken geehrt. Mit jeweils einer Goldmedaille wurden Großbardorf (Landkreis Rhön-Grabfeld) und Hellmitzheim ausgezeichnet. Acht Dörfer erreichten eine Silbermedaille, zwei Dörfer erhielten Bronze.

Gut 60 Hellmitzheimerinnen und Hellmitzheimer machten sich zusammen mit Bürgermeister Josef Mend und Ortsreferent Ludwig Weigand auf zur Abschlussfeier nach Waigolshausen. Dort wurden alle Gäste aus den teilnehmenden Dörfern von den Hellmsemer Dorfmusikanten unter der Leitung von Wolfgang Schneider musikalisch begrüßt.

Seit 1998 heißt der Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft – Unser Dorf soll schöner werden“. In seiner Festansprache erklärte Regierungsvizepräsident Jochen Lange, dass es sich heute längst nicht mehr nur um viel Grün und Blumenschmuck im Dorf dreht. „Nachhaltige Entwicklung, soziale und kulturelle Aktivitäten, Infrastruktur und Bauentwicklung, das Engagement der Dorfgemeinschaft, die Einbindung in die Landschaft sind Punkte, die heute Beachtung fänden“, so Lange.

Christine Bender, Landwirtschaftsrätin im Gartenbauzentrum Bayern Nord am AELF Kitzingen, führte durch den abwechslungsreichen Festnachmittag und stellte alle Siegerdörfer vor. Bender zu Hellmitzheim: „Die Gemeinschaft ist die Stärke, die die Dorfentwicklung zielgerichtet und zukunftsorientiert voranbringt. Vorbildlich sanierte Anwesen und kreative Nutzungsideen für die Leerstände zeichnen die Innenentwicklung aus. So ist beispielsweise in eine ehemalige Bankfiliale ein Hellmitzheimer Fotograph mit Galerie eingezogen und die Gemeinschaftsgefrieranlage wurde zu einem Teil des Feuerwehrhauses. Mehrfach genutzt wird in der Dorfmitte ein ehemaliges Bauernhaus, das sog. Bürgerhaus, in dessen Erdgeschoss sich die Jugend trifft, ein Veranstaltungsraum für u. a. Musikproben und Landfrauentreffen eingerichtet und im Obergeschoss eine Ausstellung präsentiert wird, bei der sich alles um die heimischen Fledermäuse dreht“. Weiter über das Bürgerhaus meinte Bender: „ Junges Gemüse in alten Gemäuern schafft Identität und Bewusstsein“.

Am Schluss endete die Veranstaltung so, wie sie begonnen hatte: musikalisch. Die Hellmsemer Dorfmusikanten stimmten zum gemeinsamen Frankenlied an. „Wohlauf die Luft geht frisch und rein…“

Zu einem Siegerfoto fanden sich neben der Fachberaterin Mechthild Engert (Landratsamt Kitzingen) alle Gäste aus Hellmitzheim auf der Bühne ein.

Der ausführliche Abschlussbericht der Bewertungskommission sowie weitere Fotos von der Jurybegehung vom Juni 2017 sowie von den Vorbereitungen folgen in den nächsten Tagen hier auf hellmitzheim.de.

Die weiteren Preisträger aus Unterfranken:
Silber ging an die Dörfer Breitensee, Kleinkahl, Rothenbuch, Rottershausen, Rück-Schippach, Rügheim, Schnackenwerth und Untermerzbach. Bronze bekamen Hofstädten und Schmachtenberg. Den Sonderpreis des Bezirks erhielt Untermerzbach, den des Bayerischen Bauernverbandes Rottershausen und den des Bezirksverbandes für Gartenbau und Landschaftspflege Rothenbuch.

(Text und Fotos Harald Heinritz)